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Der Stuttgarter Friedenspreis

Was ist eigentlich genau der Stuttgarter Friedenspreis und wer hat ihn ins Leben gerufen?  Hier eine kurze Info dazu:
Der Stuttgarter Friedenspreis der AnStifter ist mit 5000Euro dotiert und zeichnet seit 2003 jedes Jahr Menschen und Projekte aus, die sich in besonderer Weise für „Frieden, Gerechtigkeit und Solidarität“ einsetzen. Über die PreisträgerIn stimmen die AnStifter (SpenderInnen und ehrenamtliche MitarbeiterInnen) ab. Der Preis wird alljährlich im Rahmen einer FriedensGala verliehen. Dieses Jahr wurden 26 Vorschläge eingereicht. Vielfältige Vorschläge, bei denen sicherlich jeder dieser Vorschläge im Grunde den Friedenpreis verdient hätte. Aber irgendwie sollte man sich halt doch entscheiden. Ich habe übrigens auch zwei Vorschläge eingereicht und hoffe natürlich, dass einer der beiden vorgeschlagenen Personen diesen Preis bekommt. 
Und man/frau überlegt sich bei jedem Beitrag: Was hat das mit Stuttgart21 zu tun? Denn dass er damit zu tun haben  m u s s ,  ist „ungeschriebenes Gesetz“ – bei aller SchreiberInnen-Ehre.  So geht es mir auch beim Stuttgarter Friedenspreis. Meine Vorschläge für diesen Preis als AnStifterInnen-Mitglied  waren Julian Assange und Wolfgang Sternstein. Und alle beide haben, wie gesagt,  den Stuttgarter Friedenspreis verdient. Ein bisschen mehr „verdient“ hat ihn allerdings Wolfgang Sternstein, der Friedensforscher und   d a s  Stuttgarter „Urgestein“, weil er mehr oder weniger eine „regionale Größe“ ist und damit besser zu einem Stuttgarter Preis passen könnte.  Aber das ist wirklich reine Ansichtssache und darüber könnte man streiten.  Und was haben beide mit Stuttgart21 zu tun? Bei Wolfgang Sternstein erübrigt sich wohl jede Erklärung.  Trotzdem hier einen Link zu einem Artikel , den Petra Brixel vor einiger Zeit, anlässlich des 80. Geburtstages von Wolfgang Sternstein,  auf „Bei Abriss Aufstand“ geschrieben hat:

Aber was ist mit Julian Assange? Assange ist ein mutiger investigativer Journalist, der es allemal verdient hätte, mit Preisen überhäuft zu werden –  auch um damit ein Zeichen zu setzen gegen die unsäglichen Verfolgungen und Auslieferungsgesuche der USA und den schikanösen und lebensbedrohlichen Haftbedingungen in England! Und, was wichtig ist,  seine Arbeit hat auch mit Stuttgart21 zu tun! Verbrechen aufzudecken, Unrecht aufzuzeigen, wirtschaftliche Schiebereien bekanntzumachen und darüber zu berichten:  Das ist investigativer Journalismus.   Dazu gehört Mut und persönliches Engagement. Und das hat auch mit Bemühungen um eine gerechtere Welt und dem „Weltfrieden“ zu tun (aber kann man das Wort „Weltfrieden“ überhaupt noch hören, ohne zynische Bemerkungen zu machen?) Und dass dies hier in Stuttgart leider nicht oft der Fall war (und auch noch nicht ist), hat man auch zum Teil an der einseitigen und sogar oft auch  verlogenen Berichterstattung der maßgeblichen Stuttgarter Zeitungen in Sachen Stuttgart21 schon von Anfang an gesehen und erlebt. Welche Interessen da mitspielten,  will man/frau gar nicht mehr aufzählen.  Deshalb ist es wichtig,  Zeichen zu setzen für eine Berichterstattung, die ehrlich informiert und nicht von Interessen einer „vierten Macht“ bzw. der Einflußnahme von Lobbyisten geprägt ist. Wie gesagt, dazu braucht es Mut und Leidenschaft. Und ich bin überzeugt: Auch mit einem verhältnismäßig unbekannten Preis können solche Zeichen gesetzt werden. Wir haben es in der Hand, ob das möglich ist.  Wenn man/frau nur dabei mitmacht.

Stuttgarter FriedensPreis 2020

Erster Wahlgang gestartet

Mit dem Stuttgarter Friedenspreis zeichnet das Bürgerprojekt Die AnStifter seit 2003 jährlich Menschen und Projekte aus, die sich in besonderer Weise für Frieden, Gerechtigkeit und Solidarität einsetzen. Ab heute und bis zum 30. Mai 2020 haben alle AnStifterinnen und AnStifter (Spender*innen ab 50 Euro, Ehrenmitglieder und Ehrenamtliche) die Wahl, welcher der eingereichten 26 Vorschläge den Stuttgarter FriedensPreis 2020 erhalten soll.

Die Kandidatinnen und Kandidaten sind so vielfältig wie die AnStifter selbst: Alte Bekannte, die sich seit Jahrzehnten für Frieden, Gerechtigkeit und Solidarität einsetzen, sind ebenso dabei wie jene vielen, die gerade erst angefangen haben, ihre politische Stimme zu finden – und mit was für einer Wucht! Wer von ihnen den mit 5000 Euro dotierten Preis erhält – das entscheiden Sie. Einsendeschluss: 30.5.2020 (Poststempel). Gewählt ist, wer mehr als 50% der abgegebenen Stimmen erhält. Erreicht kein Vorschlag dieses Quorum, kommen die sechs Erstplatzierten in eine Endrunde, dann zählt die einfache Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet das Los. Die Wahl ist öffentlich, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Broschüre mit weiteren Informationen und dem Wahlzettel erhalten alle AnStifterinnen und AnStifter in den nächsten Tagen per Post. Vorab können Sie sich auch schon unsere Webversion der Broschüre zum FriedensPreis 2020 anschauen.

Sie sind noch keine AnStifterin, kein AnStifter und möchten beim nächsten Mal mit abstimmen? Werden Sie noch heute Fördermitglied und sichern Sie sich Ihre Wahlberechtigung für den nächstjährigen FriedensPreis.

Wenn alles gut geht, wird der FriedensPreis 2020 am Sonntag, den 6. Dezember 2020 um 11 Uhr (Matinee!) bei Ihrer FriedensGala im Stuttgarter Theaterhaus verliehen. Wir freuen uns, wenn Sie dabei sind und Freunde und Bekannte mitbringen. Bitte erkundigen Sie sich zeitnah, ob es dabei bleibt. Gemeinsam mit Ihnen setzen wir uns für bessere Zeiten ein: Ein großes, unabhängiges Bündnis mit Eigensinn und Zivilcourage. Danke, dass Sie uns dabei immer wieder ideell und materiell unterstützen und nur gut über uns reden.

 

Über Ingrid

Mitglied und Protokollantin der Senioren und Seniorinnen gegen Stuttgart 21 und andere Ärgernisse!

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