Ein Kommentar

Protestaktion zum Brandschutz bei Stuttgart 21 am 26. Mai 2021

Verbrennen oder Ersticken?

Das ist die schreckliche Alternative oder“ the worst case“ bei einem Brand im Stuttgart21-Tunnel.

Gibt es etwa kein Brandschutz-Konzept? Die traurige Wahrheit ist: NEIN!!!

Das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 hat aufgedeckt, dass die Bahn jahrelang Behörden, parlamentarische Gremien und Gerichte getäuscht hat: Die angeblichen Simulationen eines Brandereignisses und der anschließenden Rettung der Fahrgäste aus S21-Tunnels basieren nämlich lediglich auf „kalten“ Störfällen, also bei Ereignissen, in denen k e i n Feuer und k e in Rauch vorkommen und entsprechen in puncto Sicherheit n i c h t dem aktuellen Stand der Technik entsprechen.

Passagiere mit eingeschränkter Mobilität – nicht berücksichtigt!!!

Und was das ganze noch auf die Spitze treibt: Für die Räumung der Züge wurden Passagiere, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind – also Kleinkinder, Menschen in Rollstühlen, mit Gehhilfen etc – überhaupt nicht berücksichtigt. Ein Skandal in unseren Augen und eine menschenverachtende Einstellung!!!

Hinzu kommt noch: Zwischenzeitlich haben reale Zugbrände und praktische Rettungsübungen mehrfach weit längere Evakuierungszeiten gezeigt, als die von der Bahn behaupteten. Rauchgase breiten sich nämlich schneller aus als die Menschen fliehen können. Aber diese Tatsache bleibt unberücksichtigt oder wird verschwiegen.

Lebenswichtige technische Verbesserungsvorschläge – abgelehnt!!!

Die Diskussion um eine fehlende, aber in unseren Augen dringend notwendige „dritte Röhre“, um Feuerwehr und Rettungsdienste unverzüglich zur Brandstelle gelangen zu lassen, wird ausgebremst. Die Gefahr wird nicht nur relativiert, nein, eine dritte Röhre wird glattweg als unnötig erachtet,bzw., dass die Bestimmungen es nicht so vorsähen. Das bedeutet, dass die Einsatzkräfte durch die Gegenröhre einfahren müssten – allerdings erst dann, wenn dort alle Züge ausgefahren und die Leitungen geerdet sind.

Wir fordern deshalb:

  • Baustopp bis die Probleme wie der Brandschutz gelöst sind!!!
  • Ein Umdenken und die vom Aktionsbündnis ausgearbeiteten Umstiegsmöglichkeiten ernsthaft prüfen!

Es ist noch nicht zu spät!!!

Über Ingrid

Mitglied und Protokollantin der Senioren und Seniorinnen gegen Stuttgart 21 und andere Ärgernisse!

Ein Kommentar zu “Protestaktion zum Brandschutz bei Stuttgart 21 am 26. Mai 2021

  1. Danke! Danke! Danke! 👍👍👍
    Das hat jetzt aber lang gedauert, bis zu diesem neuen Beitrag – 12. Juli 2020 Rede von Winfried Wolf, Verkehrsexperte, Journalist und Herausgeber von ‚LunaPark21′, auf der 518. Montagsdemo am 29.6.2020

    Brandschutz: Rückerinnerung an die „XXXIV. Banneraktion im Rathaus der SeniorInnen gegen S21“ hier am 29. Sept. 2013 veröffentlicht – mit Bildern und 5 Kommentaren https://deraeltestenrat.wordpress.com/2013/09/29/xxxiv-banneraktion-im-rathaus-der-seniorinnen-gegen-s21/ – Auszug:
    Keine Infos über Gefahren und Bedenken – Besucher beklagen sich
    Andere BesucherInnen zeigen sich wiederum recht interessiert an den Argumenten der S21-Gegner und bedauern zum Teil, dass so wenig über die Nachteile dieses Bauprojekts geschrieben wird und sind mit den SeniorInnen gegen S21 der Meinung, dass auch oder gerade im Stuttgarter Rathaus über Nachteile und Risiken informiert werden sollte. … nachgewiesenen Fehlplanungen (wie z.B. Brandschutz, Berücksichtigung von Behinderten, fehlende Genehmigungen, Gefährdung der Mineralwässer, Risse in Gebäuden etc.) berichtet und wenn, dann nur, um alle Gefahren abzustreiten und zu beschönigen. Über die Leistungsfähigkeit eines alternativen Kopfbahnhofs würde schon gar nicht informiert!
    ENDE Auszug

    2013 war diese Aktion im Stuttgarter Rathaus mit Einbindung des OB Fritz Kuhn also.
    Eine ältere Aktion darf hier nicht übersehen werden, zumal die BUND Vorsitzende Brigitte Dahlbender (SPD) vor wenigen Tagen ihr Amt nach fast 25 Jahren beendet hat [1].

    Beendet wurde von Ihr als Vorsitzende des BUND ebenfalls dies:
    Eilverfahren wegen Baumfällarbeiten im mittleren Schlossgarten in Stuttgart beendet – Deutsche Bahn Netz AG trägt die Verfahrenskosten
    https://verwaltungsgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde_DE/1219248/?LISTPAGE=1219112
    PM Verwaltungsgericht Stuttgart vom 14.10.2010
    Das Verwaltungsgericht Stuttgart hat mit Beschluss vom 13. Oktober 2010 das Eilverfahren des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland – BUND -, Landesverband Bad.-Württ., auf Unterlassung von Baumfällarbeiten abgeschlossen, nachdem die Verfahrensbeteiligten das Verfahren inzwischen übereinstimmend für erledigt erklärt haben (Az.: 13 K 3749/10).

    In diesem Schreiben hat das EBA die Deutsche Bahn nochmals an die Einhaltung näher beschriebener Nebenbestimmungen des Planfeststellungsbeschlusses zum Projekt Stuttgart 21 vom 28.01.2005 erinnert und diese wegen der möglichen Beeinträchtigung artenschutzrechtlicher Belange (Fledermäuse/Juchtenkäfer) aufgefordert, die darin verlangte Ausführungsplanung rechtzeitig vor der Aufnahme von Bauarbeiten im mittleren Schlossgarten vorzulegen.

    … Denn das Gericht hätte bei Kenntnis des Schreibens des EBA am Abend des 30.09.2010 dem Eilantrag bereits deshalb stattgegeben, weil das EBA in diesem Schreiben selbst davon ausgegangen ist, dass die Deutsche Bahn bis zur Vorlage der verlangten Unterlagen mit den Baumfällarbeiten nicht beginnen darf. …
    +++ Übrigens: Dem VerwG Stuttgart brauchte zum BauSTOPP dieses Fax nicht vorliegen!!! +++

    [1] SWR1 Leute am 17.05.2021 https://c.web.de/@337901998990951104/Z-kXFDOAQpGroIIwe1H5Xg/976009926771999251

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