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Die Zerstörung des Kernerviertels. Eine Dystopie.

Das Kernerviertel: Es sind Risse entstanden. An mehreren Häusern. Große Risse, an der Fassade entlang und solche, die durch das ganze Haus gehen. Ein Gebäude muß abgerissen werden. Wäre das nicht Anlass gewesen aufzuschreien, zu protestieren? Tag für Tag?  Aber was geschieht: In einer „Vollversammlung“ mit Vertretern der DB und Eigentümer und Anwohner verlangen diese eine jährliche Informations–Veranstaltung zu diesem Thema. Nein, das ist kein Witz.  Und ich stelle mir vor,  dass nach und nach alle Häuser, die mit einer Hebungsinjektion geimpft wurden, diese Impfung nicht vertragen und die Impfschäden irgendwann zum Exitus führen werden. Ade Kernerviertel!

Zurück zur traurigen Wahrheit: Bei dieser besagten Informationsveranstaltung waren  Vertreter des Netzwerk Kernerviertels auf Einladung von S21- Leger zum Gespräch  zusammengekommen.  Eine der Hauptpunkte des Netzwerks Kernerviertel an die DB war der Ruf nach einer regelmäßigen Informations-Veranstaltung – mindestens einmal im Jahr und viel Beschwichtigungsgelaber der DBVertreter . Ansonsten aber tote Hose! Ob die Beteiligten wussten, dass inzwischen noch ein weiteres Gebäude in der Willy-Brandt-Straße Risse aufweist?

Schamlos konstatierte der DB-Vertreter, dass mit weiteren Schäden jedenfalls nicht mehr zu rechnen, sei.   Aber auch das Netzwerk Killesberg konnte noch eine Horrorstory aufweisen:  „Sie melden uns (der Bahn) die Schäden, wir geben sie an die Versicherung weiter, und diese regelt das“.  Dies hatte der Rechtsberater der Bahn noch großspurig am 25.11.2018 versprochen. Von wegen. Vielmehr schleppte sich die Klärung von Einzelfällen am Kriegsberg nunmehr seit einem halben Jahr – von Anfang Dezember bis Anfang Juni – hin.

Ja liebe Leute, so einfach, wie die DB den Eigentümern die Schadensregulierung suggerierten, wird es im Ernstfall  nun doch nicht. Habt ihr allen Ernest daran geglaubt, im Schadensfall toll abgesichert zu sein und womöglich noch einen Reibach zu machen, als einer nach dem andern von euch einknickte und sein Einverständnis zu den Gestattungsverträgen gab?  Statt dessen wird jetzt gejammert und kleinlaut um jährlichen Informationsveranstaltungen gebettelt. Die DB hat sich anscheinend gründlich  abgesichert. Was war also damals passiert? Womit wurde den Eigentümern gedroht oder womit wurden sie eingelullt? Ich lasse mich gerne aufklären, was für Interessen da noch im Spiel waren! Unsereins sitzt ja nicht im inneren Zirkelkreis, deshalb sind das nur böse Gedanken, die einem durch den Kopf gehen.

Ein Gedanke geht mir auch nicht aus dem Kopf: Was wäre,  wenn sich damals alle Eigentümer zusammengetan und ihr Einverständnis verweigert hätten? Hätte man durch solidarisches Handeln noch das Projekt zum Scheitern bringen können?   Wäre es zwar durchführbar, aber politisch nicht durchsetzbar gewesen?  Und:  ist es jetzt zu spät? Für die beschädigten Häuser,  ja. Aber zu spät ist es nicht, seinem Unmut und seiner Empörung eine Stimme zu geben. Und man kann  daraus lernen und sich zum Einen fragen, was denn in unserem politischen System alles faul ist und ob sich kämpferischer Protest und solidarisches Handeln nicht doch lohnen. Trotz alledem.  Denn nach selbstbewusstem kämpferischen Protest sieht das nicht gerade aus, oder?  Man hört auch Kommentare, wie “ Das habt ihr euch selbst eingebrockt. Löffelt auch selbst aus“.    Aber die Folgen dieses Unrechtsprojektes müssen wir schließlich alle tragen. Da ist noch immer solidarisches Handeln notwendig.  Zum Protest, zum zivilen Ungehorsam. Gibt es den in Stuttgart überhaupt noch? Oder ist er inzwischen zum reinen Schlagwort mutiert und hat allenfalls historische Bedeutung?

 

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2 Kommentare zu “Die Zerstörung des Kernerviertels. Eine Dystopie.

  1. Wie? Fiktionaler negativer Ausgang in der Zukunft als Gegenbild zur positiven Utopie.

    All das, was bisher geschehen ist, war bereits vor dem Entstehen festgestellt worden!
    Auch jenes, was sich noch „zeigen“ wird, stand ebenfalls vor Baubeginn fest – lediglich in welchem Ausmaß auf uns Stuttgarter*Innen zukommend, war nicht bis ins letzte Detail vorherzusehen.

    Auf Deutschlandfunk Kultur wird am 27.01.2016 dieser Beitrag vom Kulturwissenschaftler und Psychotherapeut Christian Kohlross veröffentlicht:
    Politik ohne Zukunftsvisionen
    Fehlende Utopien machen uns depressiv
    Im PS-Forum veröffentlicht von Leselotte » https://up.picr.de/36061183mi.pdf
    Hier meine vier veröffentlichten Kommentare auf DLF Kultur https://up.picr.de/36061298fe.pdf
    und mein 5. nicht veröffentlichter – Auszug:
    Grundsätzlich immer, ohne Ausnahme, ist alles ganz einfach,
    grundsätzlich immer – für jeden konstruktiv denkenden und
    handelnden – grundsätzlich immer!

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    • Zerstörung, eine allzu oft erlebte Gegebenheit, die Politiker*Innen sich zu eigen und zum Maßstab der von _ihnen_ präferierten Handlungsweise erkoren haben! – Sand: „Auf Sand gebaut.“ bereits in unseren Kindertagen oft in Anwendung (1950er Jahre).

      Science Slam am 07.06.2018 in Kassel – Die Geowissenschaftlerin Thora Schubert zeigt auf unterhaltsame Weise, „Warum es sinnvoll ist, auf Geowissenschaftler zu hören“.
      https://www.youtube.com/watch?v=votEu_3ucoo&ytbChannel=null Video 11:09 Min.
      Humor ist, wenn man weiter lacht – nicht trotzdem lacht!

      Auf KONTEXT Ausgabe 429 fragt Johanne Henkel-Waidhofer „Ist das Volk zu doof?“
      Kommentiert mit diesem zur Unterüberschrift:
      Was darf die direkte Demokratie? Im Auftrag von Thomas Strobl bereichert der Staatsrechtler Ferdinand Kirchhof den juristischen Streit über die Zulässigkeit eines Volksbegehrens um eine spezielle Facette: Er spricht der Zivilgesellschaft die Professionalität ab, grundsätzliche Begehren überhaupt stellen zu können. https://up.picr.de/36067699em.pdf

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