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Herwegh im Rathaus? – Eine Abrechnung

Georg Herwegh - Spitzweg Max1-BM-Berlin-Hannover-jpgIm Gejubel über den gelungenen Herwegh-Abend im Rathaus am 24. Mai 2017 zum 200sten Geburtstag von Georg Herwegh sind vielleicht einige kritische Stimmen zu dieser Veranstaltung untergegangen. Aber Axel, ein Mitglied der Gruppe der SeniorInnen gegen S21, hat sie umso lauter erhoben. Nachstehend deshalb sein Kommentar dazu:

„Haa, haa, haa, Peter. Du wirst immer besser. Meine Oma Schäufele aus Kaltental, Gott hab sie selig,du weißt schon, hätt sich totgelacht, wenn sie’s nicht schon wäre. Die Vorstellung ist ja auch zum Schießen: „Georg Herwegh feiert mit Fritz Kuhn im Rathaus“. Apropos schießen, vielleicht hätte Fritz Kuhn seinen Freund mit seiner Deutschen Legion nach Afghanistan geschickt um die Sicherheit am Hindukusch zu verteidigen. Er schrieb ja schon 2007 folgendes:

„Ich werde heute im Bundestag bei der Abstimmung über das Isaf Mandat und die darin
enthaltenden TornadoAufklärungsflugzeuge, … mit Ja stimmen. Der Afghanistaneinsatz der Bundeswehr im Rahmen des IsafMandates ist notwendig, um Entwicklung und Sicherheit gemeinsam zu gewährleisten. …Wir Grünen haben ein militärisch abgesichertes, aber auf politische Stabilisierung und zivile Entwicklung ausgerichtetes Vorgehen von Anfang an unterstützt. Und es gibt Erfolge: das afghanisch Volk hat eine Regierung frei gewählt, etwa sieben Millionen junge Menschen besuchen Schulen und Unis, Straßen und Infrastruktur werden langsam aufgebaut“.

Ja! und deshalb wünschen wir unseren afghanischen Gästen eine gute Heimreise und viel Erfolg in der Schule und an der UNI. Aber vielleicht hätt der Herwegh gar nicht nach Afghanistan müssen. Der Fritz hätte ihm vielleicht erzählt, dass ihm Recherchen zum Einsatz von Drohnen in der Verantwortung von AFRICOM bekannt seien, ob die stimmen, könne er zwar nicht sagen, aber er, der Georg, könne ja mal in die USA fliegen und dort die Möglichkeit des ferngesteuerten Schießens erkunden. Das ist ja auch viel sauberer, keine Blutspritzer auf der Uniform und so. Übrigens, aus gut unterrichteten Kreisen ist durchgesickert, dass Fritz Kuhn, ganz im Geheimen,aber brutalstmöglich, die Sache mit AFRICOM und den Drohnen aufklären will. Dazu empfing er den Kommandeur des EUCOM General Breedlove am 24.4.2014 im Rathaus und ließ ihn mit dem Satz „Thank you for your great partnership“ ins Goldene Buch der Landeshauptstadt eintragen. Wenn Herwegh heute noch lebte, wäre er ja praktisch Kollege von Breedlove gewesen. Der EUCOM-Chef, der unter anderem im Kriegsfall die Atombomben in Büchel und Incirlik befehligt, wäre gegen solch peinliche Pannen wie sie Herwegh passierten, gut gewappnet.

Jaja, es gibt schon viele Gemeinsamkeiten zwischen Kuhn und Herwegh. Fritz Kuhn hat  ja praktisch auch deutsche Legionen in Marsch gesetzt, selbst mitmarschiert ist er allerdings nicht. Er hat das ganz bequem und ungefährlich aus seinem Bundestagssessel gemacht, in dem er dafür stimmte bis zu 400 Soldaten sowie Patriot-Flugabwehrraketen an die syrische Grenze in die Türkei zu verlegen. Des Weiteren hat er gestimmt: für den AWACS-Einsatz in Afghanistan, 2 x für die Verlängerung des Kosovo-Einsatzes, für den Kampf gegen Piraten, 2 x für den Bundeswehreinsatz in Darfur, einmal im Kongo, 2 x für die Verlängerung des Libanoneinsatzes, mehrmals für die Verlängerung des Afghanistaneinsatzes. Es täte mir leid, wenn ich eine weitere Heldentaten übersehen hätte.

Deine Vision von Herwegh mit den „renitenten Bürgerinnen auf dem Monte Scherbelino“ der Geschichte, die hat was. Da lauschen die doch ganz andächtig und still der „launigen Ansprache“ Fritz Kuhns zu Herweghs Geburtstagsfeier. Keine Buh-Rufe, kein „Oben-Bleiben“-Rufe, nein, nichts, rein gar nichts. Es wächst zusammen was zusammengehört. Der Fritz Kuhn ist ja auch ein ganz kritischer Begleiter, da braucht man keine Bürgerbegehren, deshalb stimmte er mit den Befürwortern von Stuttgart 21 gegen zwei dieser, langsam zur Plage werdenden, Bürgerbegehren. Irgendwie hab ich das Gefühl hier stimmt etwas nicht. Vielleicht hätte der Herwegh diesen „renitenten Bürgerinnen“ in den A…. getreten und sie wieder aufgeweckt und sie hätten zusammen den Ratssaal geräumt. Natürlich nach 3maliger Ankündigung; so verlangt es das
Versammlungsgesetz. Die Rathausbesetzung damals, du weißt noch, die wäre bestimmt im Sinne Herweghs gewesen.

Nix für ungut und oben bleiben“

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