Ein Kommentar

April, April – oder was für eine schöne Bescherung, Herr Kretschmann!

20100820-_DSC1606(1)Foto: Jens Volle – http://www.jensvolle.de/

Nach einer längeren Blog-Pause gibt es wieder einen Blogeintrag, den wir gleich mit einem Witz beginnen wollen:

Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat am 25. April an 24 Bürger des Landes Baden-Württemberg den Landesverdienstorden verliehen. Unter den Geehrten ist auch Günther Oettinger, einst geschasster Ministerpräsident und jetziger EU-Kommissar. MP Kretschmann hat bei der Verleihung die Verdienste seines Vorvorgängers Günther Oettinger (CDU) gewürdigt und nicht an Lobpreisungen gespart, wie zum Beispiel;  Oettinger habe nicht nur sachliche Leidenschaft, Verantwortungsgefühl und Augenmaß bewiesen, sondern auch Weitblick, Gestaltungskraft und den Mut, unbequeme Wahrheiten auszusprechen. Und weiter wörtlich „Sie haben die Gabe, unterschiedliche Interessen zusammenzubringen, Menschen einzubinden und auch in verfahrenen Situationen tragfähige Kompromisse zustande zu bringen“, sagte Kretschmann über Oettinger. „Der Kiosk an der Ecke ist Ihnen genauso vertraut wie das internationale Parkett in den Hauptstätten Europas.“

Ein Witz? Nein! Und auch kein Aprilscherz! Nachstehend Folgendes aus einer Pressemitteilung von 2009 von den Grünen (damaliger MdB Winfried Hermann und MdB Birgitt Bender) v o r der Wahl:

Stuttgart 21 – Oettinger und Schuster stürzen Stadt und Land ins Milliardengrab

Zur heutigen Entscheidung für das Bahngroßprojekt Stuttgart 21 erklären Winfried Hermann MdB und Birgitt Bender in einer Pressemitteilung vom 10.12.2009

Mit der Entscheidung für Stuttgart 21 trotz immenser Kostensteigerungen schon vor Baubeginn stürzen Noch-Ministerpräsident Oettinger und Oberbürgermeister Schuster Stuttgart und das Land Baden-Württemberg in ein Milliardengrab. Stuttgart 21 ist das größte unsinnigste und teuerste Projekt der Bahngeschichte in Deutschland. Mit Milliardenaufwand wird ein funktionierender Kopfbahnhof mit integralemTaktfahrplan zerstört und ein unterirdischer Bahnengpass gebaut. Die Reisenden werden zukünftig die Stadt Stuttgart nicht mehr sehen.

Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG hat gestern beschlossen, dass Kostenrisiken über den Risikofonds hinaus allein von Land und Stadt getragen werden müssen. Dass es zu einer deutlichen Überschreitung des Kostenrahmens von 4,5 Mrd. Euro kommen wird, ist so gut wie sicher. Ein Aufsichtsratsmitglied wurde in der Stuttgarter Zeitung zitiert mit den Worten: „Die Baukosten sind für uns heute nicht überblickbar“.

Oettinger und Schuster haben es verpasst,  die Notbremse zu ziehen. Oettinger hat dem Land Baden-Württemberg Milliardenrisiken einbrockt, bevor er sich nach Brüssel absetzt. Wolfgang Schuster wird den Stuttgartern nicht erklären können, warum er weitere Risiken eingeht, die die Stadt in den Ruin stürzen können. Ein Beschluss für Stuttgart 21 ist ein Beschluss über die Kita-Schließungen von Morgen. …“

Nachzulesen auf folgendem link:

http://www.biggi-bender.de/presse-3002591/pressemitteilungen/stuttgart-21-oettinger-und-schuster-stuerzen-stadt-und-land-ins-milliardengrab.html

Gibt es noch ein besseres Beispiel, wie man sein politisches Mäntelchen im Winde dreht? Und eigentlich bleibt mir das Lachen im Halse stecken. Aber wen wundert es ? Schon am 15. Januar 2013 hat MP Kretschmann sich ein ähnliches Ding geleistet, als er Wolfgang Schuster zur Verabschiedung als OB im die Ehrenprofessorwürde des Landes Baden-Württemberg verlieh. Damals würdigte er Schuster, der bereits vom Gemeinderat zum Ehrenbürger der Stadt ernannt wurde, als verlässlichen, vertrauenswürdigen und integren Politiker. „Wolfgang Schuster ist mit dem Ziel angetreten, Stuttgart stärker zur Welt hin zu öffnen und international zu vernetzen – wirtschaftlich und technologisch, aber auch politisch und kulturell. Das ist ihm zweifellos gelungen“, sagte er.

Ich glaube, dass vielen noch in Erinnerung ist, wie Schuster es zweifellos gelungen ist, das Projekt Stuttgart 21 voranzutreiben. Und wie unglaubwürdig sich MP Kretschmann sich damals mit der Verleihung der Ehrenprofessorwürde des Landes Baden-Württemberg an Schuster gemacht hatte. Aber jetzt wird die Taktiererei oder besser Kumpanei noch auf die Spitze getrieben! So siehts aus! Und keine Widerreden von den grünen „GenossInnen“. Alle halten den Mund, denn wer weiß, ob das nicht doch nützlich ist , nämlich 2016 , wenn es wieder ans koalieren geht. Gell?

Pfui Teufel!!!

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Ein Kommentar zu “April, April – oder was für eine schöne Bescherung, Herr Kretschmann!

  1. Hat dies auf thomrosenhagen rebloggt und kommentierte:
    Fähnchen im Wind….

    Gefällt mir

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