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Die Banner-Aktion XI der SeniorInnen gegen S21 im Stuttgarter Rathaus – oder wie unsere Verpackungsaktion à la Christo im Rathaus auf Ablehnung stieß

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Das Banner wird von einem Bediensteten des Stuttgarter Rathaus „entfernt“!

Heute, am Freitag 22. März 2013, ist die Phase des „Erduldens“ unserer Protestaktion zu Ende gegangen.  Unsere großangelegte Verpackungsaktion à la Christo hatte nach einer Dreiviertelstunde ihr Ende genommen. Es fing damit an, dass ein in legerem Zivil gekleideter Mann, begleitet von einer männlichen,   mit einem mit dunklem Anzug bekleideten und krawattierten Begleitperson, uns aufforderte, unverzüglich die Verpackung von dem Glastischmodell zu entfernen mit dem Hinweis, dass dadurch der Blick auf diese Konstruktion für interessierte Besucher nicht möglich wäre. Auch wies er darauf hin, dass „man“ sich ja bis dato tolerant unseren  Aktionen gegenüber  verhalten hätte, aber das Maß  jetzt voll sei.   Abgesehen davon ,  könne man sich ja trotzdem, aber nur   mit den Transparenten dortselbst aufhalten, aber  man dürfe   n i c h t   die Sicht auf dieses Modell verdecken.  Eine Diskussion, die in unserem Sinne hätte ausgehen können, dass die Verpackung zumindest bis zum Ende der Aktion bleiben könnte,  war nicht möglich, obwohl wir unsere Abscheu gegenüber  diesem  Modell eindringlichst  kund taten:  Er hatte seinen Auftrag – wir lehnten ein Entfernen der Verpackung ab. Dann war es so weit: Entgegen der Androhung, dass er die Entfernung von herbeigerufenen Helfershelfern (Polizei?) vornehmen lassen werde, griff er selbst tatkräftig zur Aktion und riss unsere kunstvolle Verpackung von dem unsäglichen Glastischmodell herunter. Das war’s dann. Er entfernte sich samt Begleitung und verließ den Ort des Geschehens.

  • An alle, die es angeht: Wir werden weiter gegen dieses Glastisch demonstrieren!. Dieses Modell verunziert jetzt schon jahrelang das Foyer unseres Rathauses!  Es enthält zahlreiche Fehler und verschweigt die Arbeiten über und unter dem Baugebiet. Verschweigt und zeigt weder die blauen Rohre, die Rodungen von gesunden Bäumen und weist weder auf die Gefahren der Tiefbohrungen und auf die gesundheitsgefährdende Belastung für  die betreffenden Anwohner hin, noch auf den Bauverkehr, der auf Jahre hinaus die Straßen der Stadt verstopfen und verdrecken wird, um mit Lastern den Bauschutt und womöglich verseuchte Erde fortzuschaffen. Und was das Glastischmodell sonst noch betrifft und verschweigt: Die Schienengebiete auf dem Modell sind freigelassen und mit dem Vermerk versehen, dass hier neues Wohngebiet entstünde. Ja, von wegen „Wohngebiet“. Für wen denn? Für so dumm verkaufen lassen wir uns nicht und wir wollen auch nicht, dass „interessierte Besucher“ für dumm verkauft werden! Also: Weg mit dem Glastischmodell!  Es hat in unserem Rathaus nichts zu suchen! Es ist schon Unverschämtheit und Dreistigkeit von der Stadt bzw. den Gemeinderäten genug, sich an den jährlichen Kosten für die Renovierung bzw. den Erhalt der Bahnhofturm-Ausstellung mit mehreren Hunderttausend Euro im Jahr zu beteiligen. Wir werden nicht nachlassen in unseren Bemühungen für den Verbleib und den Betrieb eines verbesserten und restaurieren Kopfbahnhofs und damit auch in unserem  Protest gegen die  Zurschaustellung unnützer Glastisch- und anderen Modellen von unnützen Großprojekten, wie zum Beispiel dem Projekt S21. Und das gilt auch für die sich im Rathaus- Foyer befindlichen weiteren geschönten  Informationen und Illustrationen über das Projekt S21!
  • Und übrigens:  Die nächste Gemeinderatswahl kommt bestimmt!

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DSCF7526Bilder: Edith Gunkel

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13 Kommentare zu “Die Banner-Aktion XI der SeniorInnen gegen S21 im Stuttgarter Rathaus – oder wie unsere Verpackungsaktion à la Christo im Rathaus auf Ablehnung stieß

  1. Frage – was an dem fast doppelt so großen Modell, zwei Stockwerke höher im Rathaus, aber ohne Glasüberbau, ist eigentlich besser? Kennt ihr das auch? ( Blindtext vergessen? )

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  2. Soviel ich weiß, ist das weg! Wir schauen aber nochmal nach, vielleicht wurde es auch nur weggestellt wegen der Museumsnacht.

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  3. herrgott, wie peinlich, für das oder ein gewisses niveau, das man ab einem alter, wissens, bildungs und erfahrungsgrad erwartet und voraussetzt … wie soll man da noch – selbst wenn man das gleiche anliegen hat – noch mitmachen. mir vergeht es komplett.

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  4. klasse Aktion, weiter so, weg mit dem Lügenmodell!

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  5. Das war mal dringend nötig! Vielen Dank. Ein Ärgernis bei jedem Betreten dieses Rätselhauses. Wie kann eine Verwaltung das Gegenteil von dem vertreten, was dem Bürger nötig ist, zu dem sie selbst auch gehört?

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  6. @fritz, Du musst ja nicht mitmachen denk Dir einfach eine „niveauvollere“ Aktion aus und mach die. Ich freu mich drauf!

    Danke an die SeniorInnen!

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  7. … denn sie wissen nicht, was sie tun! Ihnen ist hoffentlich klar, dass das K21 auf Ihren Fahnen ein absolutes Phantomprojekt ohne jegliche Legitimation oder Finanzierung ist? K21 ist nichts anderes als die Idee gewisser Politiker, die einen Wechsel haben wollten. Wenn dann die Wahrheit auf dem Tisch liegt, werden diese Leute den „Widerstand“ fallen lassen wie heiße Kartoffeln, das kann ich versprechen. Wenn erst klar wird, für was Sie eigentlich eintreten, ein Projekt mit völlig unkalkulierbaren Kosten und Risiken, wird es zu spät sein, und die Herren Hermann, von Hermann, Stocker, Rockenbauch und Sittler werden in den Löchern verschwunden sein, aus denen sie aus wahlkampftaktischen Gründen gekommen sind. Ihr findet eure Aktionen und Demos klasse. Habt Ihr schon mal bei denen nachgefragt, die wegen den Demos Woche für Woche im Stau stehen, nach einem langen Arbeitstag? Oder bei denen, die ihre Einkäufe erledigen wollen und durch Blockaden aufgehalten werden, nur, um hinterher die Taktik der Demo-Verantwortlichen zu erkennen, dass Leute, die auf der Straße unterwegs sind ohne auf der Demo zu sein, die Teilnehmerzahlen noch etwas schönigen können?

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  8. Wenn ihr Langeweile habt, dann tut etwas Produktives für die Gemeinschaft. Räumt meinetwegen Müll weg, der entlang öffentlicher Straßen liegt und das Stadtbild verschandelt. Reutlingen könnte das gebrauchen. Euer Herumdemonstrieren ist dagegen so sinnlos wie nur irgendwas. Peinlich!

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  9. „Getretener Quark – wird breit, nicht stark.“ (J.W. v. Goethe)

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  10. Mann wie peinlich, ihr Sackbahnhoffreund seid wirklich das letzte.

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  11. Hallo Herr Horvath,

    wenn Sie drei Jahre brauchten um zu kapieren, daß jeden Montag die Montagsdemo stattfindet, scheinen sie nicht… so begütert zu sein.

    Stellen Sie sich vor: nach einem langen Arbeitstag gehen wir demonstrieren und hocken nicht in Autos rum, die die Feinstaubbelastung in Stuttgart noch mehr erhöhen.

    Über die Teilnehmerzahl sollten Sie sich keine Gedanken machen, dies tut schon das Amt für Öffentliche Ordnung.

    Von wegen Legitimation. Sie sollten Sie sich mal, wenn Sie beispielsweise, nach einem langen Arbeitstag, montags, in Ihrem feinstaubproduzierenden Fahrzeug sitzen, über die Legitimation von S21 informieren. Hilfreich wäre hierbei die Lektüre der letzten TAZ-Beilage, das PDF können Sie sich auch bei BAA runterladen. Als Diplom-Biologe kann ich Ihnen versichern, das Anrühren und Lesen der TAZ ist nicht ansteckend, aber manchmal inspirierend, auch für Möchtegern-Konservative, die kein Latinum haben, und deswegen nicht wissen, was konservare, der Ursprung des Adjektives konservativ, bedeutet.

    Außerdem: Die Wahrheit kommt auf den Tisch; sie liegt nicht da. Selbst Sie sollten mittlerweile begriffen haben: Wir haben die Wahrheit auf den Tisch gelegt; und, unkalkulierbar ist nur S21.

    Ansonsten schließe ich mich Ingrids Kommentar an:
    „Getretener Quark – wird breit, nicht stark.“

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  12. rüdiger grube morgen, freitag 28.06.13, bei der geburtstagsfeier von prof. sobek an der uni stuttgart, 18.00 uhr. pfaffenwaldring 14.

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