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Besucherrückgang im Planetarium

Ja, was lese ich denn da wieder Interessantes in der STN vom 31.7.12: Direktor Lemmer vom Stuttgarter Planetarium führt den Besucherrückgang im Jahr 2011 „auf die Protestaktionen und Parkbesetzungen im Mittleren Schlossgarten“ zurück.  Hmm …  Ob der Herr Direktor wohl versehentlich sein Fernrohr auf das Stuttgarter Rathaus anstatt auf die Sterne gerichtet hat?

P.S. Hier verkürzt mein Leserbrief an die STN:

Sehr geehrte … Das Argument von Direktor Herrn Lemmer, der den Besucherrückgang „auf die Protestaktionen und Parkbesetzungen im Mittleren Schlossgarten“ zurückführt, scheint mir doch ziemlich stark an den Haaren herbeigezogen zu sein. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass dies die wirklichen Gründe für ein Fernbleiben der Besucher gewesen sind … Eher denke ich, dass die unzureichende Werbung für das Planetarium einer der Gründe gewesen sein könnte, zudem fällt auf, wie wenig Abendveranstaltungen angeboten werden, Veranstaltungen für Teenager fehlen, und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass die Kinderprogramme nicht nur während der Ferienzeit intensiver angeboten werden sollten. Vielleicht spielt aber auch bei der mangelnden Bewerbung und der fehlenden Attraktionen im Programm die Enttäuschung mit, dass kein neues Planetarium am Neckarpark entsteht?  Es gibt sicher noch andere Gründe …, aber mit solch fadenscheinigen Begründungen für den Besucherrückgang macht es sich Herr Lemmer doch sehr einfach. Mit freundlichen Grüßen …

Düstere Fragen bewegen mich:  War das mit dem Neckarpark nicht Schusters Baby? Und was will Lemmer mit seinen Weissagungen  bezwecken? Ich muss gleich mal meinen Astrologen befragen.

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6 Kommentare zu “Besucherrückgang im Planetarium

  1. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom Planetarium waren, wie Gespräche ergaben, mehrheitlich gegen den Tiefbahnhof. Ich erinnere mich an einen, der stolz seinen „Jetzt hilft nur noch Super Juchti“ Button trug. Sie befürchteten dass, das Planetarium nach den Bäumen ein weiteres Opfer der Bauphase wird. Ueber die Parkbesetzung waren sie nicht besonders glücklich, empfanden sie aber mehr als Folge denn als Ursache des Problems.
    Das ging und geht mir aber ähnlich.
    Im Rückblick -und da zählen die VA und die Parkräumung- wirkten grosse Teile der Parkcampinitiative eher demobilisierend. Das heisst nicht, dass sie nicht eine wichtige soziale Funktion hatte, aber K 21 war zu wenig soziale Bewegung um damit richtig umzugehen.

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  2. Hallo Peter Illert, das glaube ich gern, dass die MitarbeiterInnen mehrheitlich gegen den Tiefbahnhof waren. Wer findet so einen Schwachsinn auch gut? Aber es geht bei den Mutmaßungen über die Gründe des Besucherrückgangs – so wie es in der STN stand – eben erstmal n i c h t um die Parkräumung und die sogenannte Volksabstimmung, sondern der Besucherrückgang wird mit „Protestaktionen und Parkbesetzungen“ von Direktor Lemmer begründet. Im Park fanden letzten Jahres meiner Meinung nach viele gute Aktionen statt, die brauche ich gar nicht erst aufzuzählen. Und dass die Leute deswegen nicht ins Planetarium hingehen, ob ihnen das Camp gefällt oder nicht, kann ich mir nicht vorstellen. Übrigens: So sicher war – vor allem in den Abendstunden – der Mittlere Schlossgarten noch nie. Und so, wie die Begründung von Herrn Lemmer lautet, wird die Bewegung wieder einmal negativ dargestellt. Und das ärgert mich! Und zwar sehr! Und ich frage mich, wem Herr Lemmer damit einen Gefallen tun will bzw. habe meine Vorstellungen hiervon. Mein Bericht war auch nicht gegen die MitarbeiterInnen gerichtet!

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  3. Hallo Ingrid,
    ich finde, dass diese Diskussion ziemlich genau an den Kern des Problems geht. Es ist doch gerade der Widerspruch, dass die Mitarbeiterinnen gegen S 21 sind und der Chef unwidersprochen so tun kann, die Ursache der Probleme wären die S 21 Gegner. Warum darf er das , warum mucken die Mitarbeiter nicht auf und warum haben wir keine Strategie es öffentlich zu entkräften ?Die eigentliche Ursache all dessen, was den Park kaputt macht ,ist nun mal das Projekt S 21, und genau das sollte mit der Darstellung, wir wären die Park-Kaputtmacher, überlagert werden. Es gibt sicher noch andere, nachhaltigere Planetarium-Kaputtmacher-Ursachen , etwa der Trend zu vorkonfigurierter hochtechnischer Aufrüstung der Kinderzimmer bei gleichzeitig nachlassendem Interesse an der Beschäftigung mit den Grundlagen der Naturwissenschaften , der einen Besuch nicht mehr so attraktiv erscheinen lässt. Vielleicht sogar ganz ordinärer Parkplatzmangel …..
    Dass die VA auch in Stuttgart verloren wurde hatte gute (ich meine natürlich: schlechte) Gründe. Es gibt eine Motivationsebene für Entscheidungen, die liegt tief unter der von rationalen Argumenten.

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  4. Es ist doch ganz offensichtlich, dass von ‚offizieller Seite‘ alles dafür getan wird, das Planetarium nach Bad Cannstatt zu verlegen – und dabei ist jedes Mittel recht. Da werden halt wie immer die S21-Gegner verantwortlich gemacht oder es müssen die Kosten herhalten, indem behauptet wird,der Neubau sei billiger wie eine Sanierung – wie immer wenn so etwas behauptet wird, ohne nachvollziehbaren Beweis. Klar ist, dass das Planetarium trotz aller offiziellen Beteuerungen dort nicht bleiben kann, weil es dem Hohlraumbahnhof und der daraus resultierenden weiteren Baumaßnahmen wie Nesenbachdüker, Verlegung der U-Haltestelle Staatsgalerie usw. im Wege ist. Außerdem würde die hochempfindliche Technk die Erschütterungen während der Bauphase sowieso nicht überstehen.

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  5. Ja, ich kann mir gut vorstellen, dass von Anfang an klar war, dass das Planetrium nicht dort verbleiben kann. Und es passt wieder einmal zur bekannten Strategie der Bahn.Aber nicht nur zu deren Strategie, sondern auch zur Strategie von Schuster etc. Aber das wurde nicht bekannt gegeben und war auch nicht Gegenstand bzw. Thema einer Diskussion im Gemeinderat. Soviel ich weiß, wurde ja der Standort Cannstatt dort abgelehnt. Übrigens: Die Meldung in den STN über den Besucherrückgang hat ja anscheinend keine Reaktion bei den Lesern ausgelöst. Und mein Leserbrief wurde erwartungsgemäß auch nicht veröffentlicht. Das stand alles schon in den Sternen (!).

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  6. Heute grad zufällig und vor allem auch deshalb, um beim Kaffeetrinken nicht ohne Lektüre dazusitzen, habe ich die STN mal wieder gekauft und nicht in der Bibiliothek gelesen. Und was sehe ich da …? O la la, mein Leserbrief wurde heute doch veröffentlicht. Stark verkürzt zwar, aber der Ärger über den vorgeschobenen Grund ist doch erkennbar. – Mein Kommentar zu meinem letzten Kommentar (!): Sogar die Sterne lügen schon (LGPCK o.ä,.)

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